Drei skurrile Gestalten aus dem Kuriositätenkabinett der körperlichen Ertüchtigung a.k.a. The Gym!

Jede Woche – sofern es mein straffer Zeitplan aus Essen, Schreiben und Schlafen zulässt – zelebriere ich auf Instagram den #FlottenMittwochsDreier. Ein Format, in dem ich drei wahllos zusammengewürfelte Fakten präsentiere, mich über dreierlei Banalitäten aufrege oder ein Dreigestirn aus bunten Alltagsbeobachtungen niederschreibe. Diese Woche steht der #FlotteMittwochsDreier im Zeichen von skurrilen Gestalten, die mir in den letzten Tagen im Tempel der Leibesertüchtigung a.k.a. The Fitnessstudio begegnet sind. Los geht’s!

1) Der Typ mit der Nick-Carter-Gedächtnis-Frisur:

Er war diese Woche schon der Star meiner Instagram-Story. Aber dieser Geselle strotzte einfach so sehr vor modischer Überzeugung, dass ich ihm hier jetzt noch mal huldigen muss. Ich meine: Er trug einen Tropfschnitt. Mit abrasiertem Nacken. Und Poposcheitel. Im Jahr 2017. Und dieses Konstrukt hüpfte bei jedem Schritt auf dem Laufband munter auf und ab, wie ein Hut, der an einer Sprungfeder auf seiner Schädelplatte befestigt war. Ich rechnete jeden Moment damit, dass er in emotionalen Gesang ausbräche, Wasser vom Himmel käme und das weiße Hemd, das er leider nicht trug (dafür aber ein hautenges Muscleshirt von Under Armour), durchweichte und seine Nippel entblößte. Die Aufforderung „Quit playin games with my heart“ bekam plötzlich eine ganz neue Bedeutung für mich, denn auf Cardiogeräten ist mit Herzspielchen wirklich nicht zu spaßen. Andernfalls hätte ich ihm auch zugetraut, ein Würstchen zu zücken, es fragend anzugucken und sich zu wundern: „Meister? Wieso heißen Deutschländer eigentlich Deutschländer?“ Ihr kennt die Antwort: Sie sich knackig wie Wiener, würzig wie Frankfurter und zaaart wie Bockwürstchen.

2) Die Dame, die Angst hat, beim Spicken erwischt zu werden:

Gestern beobachtete ich mit regem Interesse, wie sich eine Teilnehmerin beim HIT-Kurs meines Studios in etwa so verhielt, wie ich früher in jeder Lateinklausur. Argwöhnisch behielt sie den Trainer im Blick und nutzte jede Unaufmerksamkeit seinerseits dazu aus, ein Päuschen einzulegen – allerdings immer mit blanker Panik in den Augen, man könnte sie dabei erwischen. Hat sie begriffen, dass sie Sport für sich macht und nicht für den Trainer?

3) Der Mansplainer

Diese Wortschöpfung „mainsplaining“ kennt ihr, oder? So nennt man es, wenn ein Mann einer Frau (oft ungefragt) etwas erklärt, weil er eben ein Mann und sie eben eine Frau ist. Zu diesem Thema könnte ich wirklich einen ganzen Roman schreiben. Aber heute mache ich es kurz und picke mir exemplarisch den Herren raus, der mir aus reiner Nächstenliebe mitgeteilt hat: „Hat dir das Rudern schon mal jemand richtig erklärt? Ich mach das nämlich seit zehn Jahren.“ Oh ja bitte, erzähl mir unbedingt mehr. Ich setz derweil aber die Kopfhörer auf, wenns recht is …

Chauvinisten, Motivationsbomben und Bockwürstchen – die Welt ist einfach voller skurriler Gestalten. Und ich bin mir sicher, dass noch so mancher folgen wird 😉

Bleibt flott!

Eure Kyra

 

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