Mein Rezept für fluffiges, proteinhaltiges Super-Porridge

Was klingt, wie eine abgekartete Clickbait-Headline ist mein voller Ernst: Mein Rezept ergibt ein superfluffiges Porridge mit hohem Proteingehalt, das so gut schmeckt und lange sättigt, dass ich es seit nunmehr drei Jahren jeden Tag zum Frühstück esse. Und das ist kein Witz. Ihr wisst das, denn ihr folgt mir wahrscheinlich auf Instagram- und falls nicht, dann könnt ihr hier irgendwo in der Seitenleiste oder in der Footer-Leiste wahrscheinlich schon an den paar Bildern im Instagram-Widget erkennen, dass ich die Wahrheit und nichts als die Wahrheit spreche.

Manchmal, das gebe ich zu, gibt es kein Porridge zum Frühstück. Das sind dann Tage, an denen ich mit Pancakes oder frischen Brötchen fremdgehe, oder auswärts frühstücke. Aber selbst an diesen Tagen sehen ich mich im Grunde meines Herzens nach dem Brei mit dem britischen Kosenamen.

Egal ob unter dem Namen Oatmeal oder Haferbrei, Porridge war in – Obacht! Wortwitz – aller Munde.

Wie immer ein wenig Historisches vorweg. (Denn einfach nur ein Rezept niederzuschreiben wäre ja zeitsparend und würde die Bouncing-Rate meines Blogs niedrighalten. Und wer will das schon) Die einst als Haferschleim verpönte Leibspeise begegnete mir erstmals 2014 auf, wie sollte es anders sein, Instagram. Unter verschiedenen Decknamen, wie Oatmeal oder Haferbrei, war das Porridge in – Obacht! Wortwitz – aller Munde. Jeder, der „den Boote zum Glühen“ brachte oder „in Shape kommen“ wollte, sich zum „Beach Body shreddete“ oder dem „Fitnesslifestyle“ huldigte, verspeiste das Zeug. Und ich glaube, es bildete sich eine Fraktion, die überzeugt davon war, der Konsum von Porridge wäre das alleinige Heilmittel für definierte Kurven und schlanken Silhouetten. Ich will es nicht leugnen: Auch ich gehörte dazu. Wenn man abnehmen möchte, ist es wohl ein Pflichtkapitel in der Leidensgeschichte, dass man an einem gewissen Punkt annimmt, schlanke Menschen würden ganz klassische Gerichte auf eine magische Art und Weise zubereiten, sodass sie dann nur einen Bruchteil der Kalorien beinhalten.

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Die heilige Dreifaltigkeit meines Porridge: Flocken, Samen, Schalen.

Das ist natürlich Quatsch. Es steckt kein Zaubermittelchen im Porridge – man bekommt lediglich mehr Masse und Sättigung für verhältnismäßig wenig Kalorien, als wenn man sich zum Beispiel einen Doppeldecker Toast mit ner Wagenladung Nutella reinpfeift (was ich gelegentlich tue, da mache ich keinen Hehl draus).

Der Magen wird voll, ohne dass allzu viel auf dem Kalorien-Konto landet.

Ich probierte eine ganze Reihe der vermeintlich magischen Rezepte aus und hangelte mich nach und nach zu meiner eigenen Wunderformel, deren einzige Magie darin besteht, das sie eben lange satt macht und ein gutes Verhältnis von Volumen zu Kalorien hergibt. Heißt konkret: Der Magen wird voll, ohne dass allzu viel auf dem Kalorien-Konto landet. (Jaja, ich weiß, auf Kalorien schauen ist böse und man soll doch essen, bis man satt ist, aber das ist leichter gesagt, als getan, wenn man das Magenvolumen eines Pottwals und das Sättigungsgefühl eines adipösen Cockerspaniels hat.)

Ich bereite mein Porridge mit Wasser statt mit Milch zu, dafür kommt Proteinpulver zum Einsatz. Das hat einerseits zum Vorteil, dass man beim Kochen niemals von zu Schimmel-Brocken geronnener Milch überrascht werden kann. Und andererseits schafft der Tausch zu Gunsten von Proteinpulver ein etwas besseres Kohlenhydrat-Protein-Verhältnis. Das kann einen jucken, muss aber nicht. Für mich persönlich ist es in erster Linie praktisch, keine Milch vorrätig haben zu müssen, weil die in unserem Schwarzer-Kaffee-Haushalt oft schlecht wird. Und dass das Proteinpulver eine eigene Süße und einen individuellen Geschmack mitbringt, ist ein weiterer Pluspunkt 😃

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So. Jetzt aber.
Hier mein Rezept für einen ganzen Bauch voll Porridge!

Da ich mich mit Mengenangaben nicht mehr verrückt machen möchte, messe ich bei der Zubereitung in Tassen 😃

Küchenhardware:
  • Herd
  • Topf (bei mir hat sich ein Topf mit etwas größerem Durchmesser als geeigneter erwiesen. Die Masse dickt darin besser.)
  • Tasse (bei mir ist es eine Starbucks-Tasse in der Größe Tall. Ich möchte keine Aussage darüber treffen, wie ich in deren Besitz gelangt bin, und gebe dies hier nur an, damit ihr nicht mit einer von Omas 20cl-Kaffeetässchen hantiert und euch im Nachhinein fragt, wieso das versprochene Sättigungsgefühl nicht einsetzt)
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Gruppenfoto!
Zutaten:
  • eine halbe Tasse (circa 60 Gramm) Haferflocken (Ob grob oder fein ist eurer Vorliebe überlassen. Bei mir gibt’s mal so, mal so, mal gemischt. Zurzeit bevorzuge ich grobe. Dinkel, Reis, Hirseflocken funktionieren auch)
  • Leitungwasser
  • 1 TL Chiasamen
  • 1 TL gemahlene Flohsamenschalen (Gemahlen! Das ist wichtig! Ich nehme die von Layenberger oder von der DM Eigenmarke „Das gesunde Plus“.)
  • 1/2 reife Banane (Trick: noch nicht ganz reife Bananen circa eine Minute ohne Schale in die Mikrowelle packen!)
  • 1/2 Scoop oder circa 15 Gramm Proteinpulver (mein All-time-favourite ist „Snickerdoodle“ von Gymqueen – und nein, dafür bezahlen die mich nicht. Schön wärs.)
Zubereitung:

Die Haferflocken in der Tasse abmessen und in einen Topf geben. Die dreifache Menge an Wasser hinzugeben (daher auch das Abmessen in einer Tasse!) und auf höchster Stufe erhitzen. Direkt die Chiasamen hinzugeben und schnell unterrühren, da die Samen sonst klumpen.

Während der Brei erhitzt, die halbe Banane in der zuvor benutzten Tasse mit einer Gabel zerdrücken, Proteinpulver hinzugeben und die Masse mit gerade so viel Leitungswasser glattrührend, dass eine Art Puddingkonsistenz entsteht.  Den Topf dabei gut im Auge behalten und die Hitze sofort ganz klein drehen, sobald der Brei Blasen wirft.

 

 

In den nicht mehr kochenden Brei die Flohsamenschalen einrieseln lassen und schnell unterrühren. Hier Schritt für Schritt vorgehen – ähnlich, wie wenn man zB Speisestärke verwendet, da die Flohsamen sonst gerne mal klumpen. Der Brei sollte jetzt die Konsistenz von zähem Milchreis haben.

Die Mischung aus Banane und Protein unterrühren und gegebenenfalls noch nachsüßen. Zimt schmeckt auch sehr gut darin!

Bei mir zieht das Porridge für gewöhnlich noch eine Nacht lang durch, da ich es am Vorabend zubereite und dann mit auf die Arbeit nehme (wo ich es mit etwas Wasser aufrühre und warm mikrowellisiere). Doch auch frisch vom Herd schmeckt es super!

Haut rein!

Eure Kyra
Anmerkungen:

Die Flohsamenschalen sind verdauungsfördernd. Soll heißen: Wer zu viel davon nimmt oder in diesem Bereich empfindlich ist, riskiert einen Flotten Otto oder Verstopfungen. Fragt mich nicht wie, aber die Teilchen sind dafür bekannt sowohl das eine als auch das andere sowohl zu heilen als auch hervorzurufen. Mir helfen sie bei einer – um einen Fachterminus zu benutzen – gesunden Verdauung! Vor allem sorgen sie aber dafür, dass man wesentlich mehr Wasser bei der Porridgeproduktion verwenden kann und sorgen so für extra Fluffigkeit und noch mehr Volumen!

Die Masse sollte nicht zu heiß sein, wenn das Proteinpulver eingerührt wird, da es sich sonst ähnlich verhält wie Eier, die beim Kuchenbacken mit zu warmer Butter vermischt werden – es gerinnt. Aus diesem Grund schütte ich das Pulver nicht direkt in den Topf, sondern mische es, wie beschrieben separat in der Tasse an. Die Banane ist übrigens ein weiterer Fluffigkeits-Garant und gibt der Sache außerdem eine natürliche Süße!

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